Österreichischer Filmpreis

HERSTELLUNG DER SKULPTUR

Aluminium Guss im Wachsausschmelzverfahren, Keramik Feinguss
Bericht Dominikus Guggenberger

Die von VALIE EXPORT gezeichneten Handskizzen wurden in einem ersten Schritt digitalisiert. Die so entstandenen 3D Renderings dienten als Vorlage für die komplexe Umsetzung des Prototypen. Zuerst wurde ein Modell aus Plexiglas und Messing angefertigt, um die Proportionen genau zu bestimmen. Ein weiteres Modell aus Styropor mit Wachsbeschichtung war notwendig für die Oberflächendetailgestaltung. So entstand die erste Positivform für den Gießvorgang und danach der erste Prototyp. Von diesem wurde wiederum eine Negativform aus Silikon gegossen, als Grundlage für die Wachspositivformen, die für jeden einzelnen Guss neu erstellt werden müssen. Dieses Wachspositiv wird mit Anguss- und Entlüftungs- Kanälen versehen und danach mit mehreren Schichten aus Keramik und Sand überzogen (Schichtdicke ca. 10mm). Diese Form wird dann 12 Stunden bei über 1000 Grad gebrannt. Es entsteht dabei die Keramik-Negativform wobei das Wachs-Positiv im Inneren verbrennt. Ein Hohlkörper bildet sich - die fertige Gussform. Diese wird in ein Sand Bett eingegraben und mit der 840 Grad heißen Aluminiumlegierung ausgegossen. Abgekühlt, wird der fertige Guss wieder ausgegraben und die Keramikform abgeschlagen. Der Guss wird nun noch händisch bearbeitet, die Kanäle abgefräst, gefeilt, geschliffen, patiniert und schließlich mit dem Betonsockel verbunden. Die Beschriftung des Sockels wird mit einem Stempel gestaltet. Jede Skulptur ist ein Unikat und ist von VALIE EXPORT signiert.

Material: Aluminium, Beton
Gewicht: 3,3 kg
Maße: Skulptur 32 cm + Sockel 5 cm = 37 cm

VALIE EXPORT: Idee, Entwurf, Gestaltung, Copyright
Dominikus Guggenberger: Realisation Preisskulptur; Wien
Gerald Klein: Wachsmodelle und Gussform; Salzburg
Krismer Guss GmbH: Aluminium Guss; Telfs/Tirol
Rudolf Kardeis: Betonsockel; Bergheim/Salzburg

 

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